15. Dezember 2023

Geben macht glücklich – „warmes Glühen des Gebens“

Es gibt viele Faktoren, die unser Wohlbefinden und damit auch unsere mentale Gesundheit beeinflussen. Einer davon ist unsere soziale Interaktion, zu denen auch das Geben gehört. Der Wunsch, anderen etwas zu geben, ist tief in uns verankert. Bei Kleinkindern im Alter von zwei Jahren lässt sich bereits der Effekt nachweisen, dass es sie glücklich macht, anderen etwas zu geben. (Lara B. Aknin 2012 https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0039211

Weitere Studien von Lara B. Aknin und Elizabeth W. Dunn (https://dash.harvard.edu/handle/1/11189976) zeigen, dass unter den meisten Umständen eine soziale Tat positiven Einfluss auf die Psyche und das Wohlbefinden des Menschen hat. (Spending money on others promotes happiness (https://www.science.org/doi/10.1126/science.1150952)

Forscher beschreiben das Gefühl nach dem Spenden als „warmes Glühen des Gebens“. Sie zeigen, dass es für das individuelle Glück nicht nur darauf ankommt, selbst Geld zu besitzen, sondern auch darauf, wie wir unser Geld einsetzen (Dunn & Norton, 2013). Was ist der beste Weg, unser Geld zu nutzen, um möglichst dauerhaft glücklich zu sein? Eine Antwort darauf ist eine Spende, die jemand anderem hilft. Hierbei werden grundlegende menschliche Bedürfnisse verwirklicht: Verbundenheit, Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit. 

Was heißt das für Spenden sammelnde Organisationen

Wir alle möchten uns zugehörig fühlen. Schaffen Sie für Ihre SpenderInnen dieses Gefühl der Zugehörigkeit, denn die Studien zeigten, dass Menschen eher geneigt sind, ihr Geld für jemanden zu geben, der ihnen nahesteht. Schließen Sie Freundschaft mit Ihren SpenderInnen.

Schaffen Sie eine sichtbare Wirkung zwischen der Spende und ihrem für die Menschen (Tiere, Umwelt) für die gegeben wird. Je mehr sich die spendende Person als effektive Hilfe verstehen kann, desto tiefer wirkt das Gefühl, das Richtige getan zu haben.

SpenderInnen brauchen das Gefühl, sich freiwillig entschlossen zu haben, wann und wie viel sie geben. Schaffen Sie Ihren SpenderInnen diese Freiräume und bleiben Sie offen für Vorschläge.